Aktuelles
>> Hass auf Homosexuelle: Ausgrenzung un Verfolung in Russalnd, den USA und auf dem afrikanischen Kontinent
>> EU-Parlament: Zehn-Punkte-Plan für LSBT-Rechte
>> Transsexualität: Diskriminierung im Namen des Kinderschutzes
>> Stalking in Köln: auch ein Thema unter Lesben und Schwulen
>> Gebärdendolmetscherinnen für die Beratung von gehörlosen Lesben und Frauen
>> Aktuelle Ergebnisse der Studie "Deutsche Zustände" veröffentlicht
>> Studie zu Gewalt gegen Frauen mit Behinderung
>> Kurzfilm zu Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen
>> Comic über alltägliche Diskriminierungssituationen von Trans*Menschen
Hass auf Homosexuelle: Gefährliche Reinheitsphantasien
Tim Neshitov berichtet in der SZ vom 10.02.2012 über die Funktion und Wirkungsweise einer zunehmenden Radikalisierung in der Ausgrenzung und Verfolgung von Homosexuellen in Russland, den USA und den meisten Ländern Afrikas. Er beleuchtet die Hintergründe eines zum Teil staatlich propagierten Hasses, der vor allem der Beschwörung einer scheinbar "kulturellen Identität" dient.
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10.02.2012
EU-Parlament: Zehn-Punkte-Plan für LSBT-Rechte
184 Europaabgeordnete haben am 25.1.2012 ein von ILGA Europe erarbeitetes zehn Punkte umfassendes Manifest zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender unterzeichnet.
Das Dokument umfasst zehn Versprechen, die insbesondere die gesetzliche Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transgender auf europäischer Ebene betreffen. Außerdem verpflichten sich die Abgeordneten, gegen Homophobie vorzugehen und sich weltweit für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen einzusetzen
Der Zehn-Punkte-Plan
02.02.2012
LGBT-Bericht der UNO jetzt auch auf Deutsch
queer.de: Der 25-seitige im Original auf Englisch verfasste Bericht wurde vom Menschenrechtskommissariat (UNHCR) erstellt und Mitte Dezember 2011 in Genf vorgestellt (queer.de berichtete). Er rügt detailliert, dass homo- und transphobe Gewalt in jeder Region der Welt an der Tagesordnung sei. Staatliche Diskriminierung führe dazu, dass gesellschaftliche Gewalt gegen sexuelle Minderheiten um sich greife und nur selten verfolgt werde.
Der Bericht schlägt zudem eine ganze Reihe von Maßnahmen vor. So sollten alle Staaten das Verbot von Homo-Sex aus ihren Gesetzestexten streichen. Derzeit verbieten dem Bericht zufolge noch 76 Länder gleichgeschlechtliche Beziehungen. Auch die gesellschaftliche Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Trans*Personen müsse mit Antidiskriminierungsgesetzen und Aufklärungskampagnen bekämpft werden.
Der Bericht auf Deutsch
19.01.12
Transsexualität: Diskriminierung im Namen des Kinderschutzes
Der Fall eines elfjährigen transsexuellen Mädchens in Berlin gerät zum Lehrstück über den Umgang mit Geschlechtsrollennormen und die Akzeptanz von Transsexualität. Der kleine Alexander betonte schon im Kindergarten, eigentlich Alexandra zu sein. Nun wünscht sich die Elfjährige eine Hormonbehandlung. Das Jugendamt ist dagegen und will das Kind lieber in die Psychiatrie einweisen lassen. Die Mutter habe dem Sohn die Mädchenattitüde nur eingeredet (taz 19.01.2012)
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19.01.12
Stalking in Köln: auch ein Thema unter Lesben- und Schwulen
Dass Lesben und Schwule keinesfalls von Stalking ausgenommen sind wissen Werner Adamek, Opferschutzbeauftragter der Kölner Polizei und Almut Dietrich, Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit in NRW.
Als wichtigste Strategie raten sie, alle Versuche der Stalkerin oder des Stalkers konsequent zu ignorieren. Nur dann besteht eine realistische Chance das Stalking zu beenden. Wer bei Stalking berät und unterstützt, finden Sie unter Hilfe auf diesen Seiten.
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19.01.12
Gebärdendolmetscherinnen für die Beratung von gehörlosen Lesben und Frauen
Auch 2012 kann die frauenberatungsstelle düsseldorf und der Arbeitsschwerpunkt „Lesben beraten Lesben“wieder ihre Angebote (E-Mail-Beratung, persönliche Einzel- und Paargespräche) für gehörlose Lesben/Frauen öffnen. Über eine Spende steht steht ein Kontingent an Gebärdendolmetscherstunden zur Verfügung. Die Beratungen sind kostenfrei und anonym, die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Tägliche Erreichbarkeit (E-Mail und Telefon) und kurzfristige Termine für persönliche Beratung gehören zu Standards der frauenberatungsstelle.
Für einen persönlichen Termin übernehmen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle die Organisation einer Gebärdendolmetscherin.
Information und Kontakt: Eva Bujny.
Zur frauenberatungsstelle düsseldorf
15.01.2012
Aktuelle Ergebnisse der Studie "Deutsche Zustände" veröffentlicht
Im Dezember veröffentlichte die Forschungsgruppe um den Bielefelder Soziologen Prof. Dr. Heitmeyer unter dem Titel "Das entsicherte Jahrzehnt" die aktuellen Ergebnisse der Langzeitstudie zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GM). Seit 10 Jahren werden in einer jährlichen repräsentativen Befragung Einstellungen zu unterschiedlichen Bevölkerunsgruppen erfragt. Die Forschungsgruppe geht dabei davon aus, dass Vorurteile wie Behindertenfeindlichkeit, Rassismus, Homophobie, Abwertung von Obdachlosen etc. häufig miteinader in einer Ideologie der Ungleichwertigkeit verbunden sind.
Anhand des Items "Ehen zwischen zwei Frauen bzw. zwei Männern sollen erlaubt sein" zeigt sich auch die Bedeutung staatlichen Handelns für die Veränderung von Vorurteilen. Der Anteil derjenigen, die die eine Heirat für Lesben und Schwule ablehnen, hat sich in den letzten sieben Jahren halbiert und lag 2011 nur noch bei 21 %. Dies zeigt vor allen Dingen, dass die Verpartnerung von Lesben und Schwulen in den letzten zehn Jahren Normalität in Deutschland geworden ist, der nur noch ein harter Kern negativ gegenüber steht. Ob daraus auf eine gnerelle Akzeptanz von Lesben und Schwulen im Alltag geschlosen werden kann, ist die Frage.
Zum Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Studie
20.12.2011
Studie zu Gewalt gegen Frauen mit Behinderung
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend legt Ergebnisse der Studie “Lebenssituation
und Belastungen von Frauen mit Behinderung
und Beeinträchtigung in Deutschland” vor. Diese zeigen, dass Frauen mit Behinderungen viel
öfter in ihrem Leben Gewalt erfahren, als andere
Frauen und Mädchen. Besonders alarmierend ist, dass Frauen
mit Behinderung und Beeinträchtigung zwei- bis dreimal
häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend
ausgesetzt waren als der weibliche
Bevölkerungsdurchschnitt. Auch im Erwachsenenleben
erfahren sie überdurchschnittlich häufig sexuelle
Übergriffe und Gewalt.
Um behinderte Mädchen und Frauen besser zu schützen,
hat das Bundesfamilienministerium gemeinsam
mit dem Verein “Weibernetz” und mit “Mensch zuerst”
das Projekt “Frauenbeauftragte” ins Leben gerufen.
Informationen dazu gibt es unter www.weibernetz.de/frauenbeauftragte
Kurzfassung der Studie
08.12.2011
Kurzfilm zu Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen
„Hinterher sagst du, es tut dir leid“ - Dies ist der Titel eines 4-minütigen Kurzfilms zu Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen, den die Lesbenberatung Berlin e.V. im Rahmen des des EU-Projekts LARS gedreht hat. Sehenswert! Zeitgleich zum Film "einsichten" ist eine Broschüre zum Thema "Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen" entstanden.
Zum Film
22.9.2011
Comic zu alltäglicher Diskriminierung
Zum Neustart der Anti-Gewalt-Homepage erhielt die Landeskoordination einen besonderen Beitrag: Ghislaine Soissong und Merit Kummer, die schon längere Zeit als Zeichnerin und Szenaristin an einem Comic arbeiten, stellten eine Episode zur Verfügung, die sich mit einer Diskriminierungssituation beschäftigt, wie sie viele Trans*Menschen täglich erleben (können).
Ziel der Landeskoordination ist es, langfristig die vielfältigen Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von Trans*Menschen in die Anti-Gewalt-Arbeit zu integrieren. Als erster Schritt wurde das Thema bei der Überarbeitung der Seiten inhaltlich ebenso wie das Thema "Gewalt gegen Lesben und Schwule" aufgegriffen.
Zum Comic
5.8.2011












