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Handlungsmöglichkeiten bei abwertenden Sprüchen, Anmache oder Pöbeleien in der Öffentlichkeit

Offenes Anstarren, beleidigende Bemerkungen und Sprüche oder Drohungen sind alltägliche Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen.

Häufig ist die Frage: Reagieren oder Ignorieren? Ignorieren ist insbesondere in Alltagssituationen unbefriedigend. Im Fall von Beschimpfungen oder Bedrohungen besteht häufig die Befürchtung, dass die Situation eskalieren könnte.
Beide Haltungen haben ihre Berechtigung. An erster Stelle sollte jedoch immer die eigene Sicherheit stehen. Deshalb ist es sinnvoll eine direkte Reaktion davon abhängig zu machen

  • wie das Verhalten der Täter_innen und die eigene Verfassung eingeschätzt wird
  • wie viel Öffentlichkeit in der  Situation besteht und welche Chancen es für eine Unterstützung durch Dritte gibt
  • ob eine körperliche und zahlenmäßige Überlegenheit der Täter_innen besteht
  • ob gegebenenfalls die Möglichkeit zur Flucht besteht

Im Zweifelsfall ist es sinnvoller, sich zurückzuziehen und z.B. den Fahrer der Straßenbahn, andere Aufsichtspersonen oder die Polizei zu informieren. Bei strafrechtlich relevanten verbalen Übergriffen wie Drohung oder Beleidigung kann ein wichtiger Schritt sein, eine Anzeige zu erstatten und damit zu zeigen, dass auch diese Form von Angriff nicht toleriert wird. Dazu ist es wichtig Tag, Uhrzeit und Art der Belästigung zu benennen und Zeugen oder Zeuginnen, falls es welche gibt.