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Diskriminierung

„Ich fühle mich diskriminiert!“

Wenn jemand das sagt, meint er oder sie in der Regel: „Ich wurde benachteiligt oder schlecht behandelt!“

Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen (LSBT) erleben sehr unterschiedliche Situationen als diskriminierend: das kann die ausgebliebene Beförderung sein, die Schikane des Wohnungsnachbarn oder der Eindruck, man sei als gleichgeschlechtliches Paar oder Trans*Mensch im Lokal nicht erwünscht. Diskriminierung, das sind aber auch Witze, abwertende Bemerkungen, eine offensichtliche oder verdeckte Behinderung bei der Ausübung der Arbeit oder sogar körperliche oder sexualisierte Gewalt.

Nicht immer ist dabei klar, ob Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Trans*Menschen der Grund für die Diskriminierung sind oder andere Merkmale, die eine Person ausmachen: die Hautfarbe, der Name, das Geschlecht, das Alter, eine Behinderung oder die soziale Herkunft.

Wer sich diskriminiert fühlt, findet Beratung und Unterstützung in Beratungsstellen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen und Antidiskriminierungsbüros. Hilfe.

Neue rechtliche Möglichkeiten, sich gegen Diskriminierung zu wehren, gibt es seit 2006 mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).Ziel des Gesetzes ist es, Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft oder der Hautfarbe, des Geschlechts, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Das Gesetz soll vor allen Dingen vor Diskriminierung am Arbeitsplatz schützen. Auch für Alltagsgeschäfte wie Einkäufe, Gaststätten- oder Diskothekenbesuche, Wohnungssuche sowie Versicherungs- und Bankgeschäfte gilt unter bestimmten Bedingungen ein Diskriminierungsschutz.