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Folgen von Diskriminierung und Gewalt

Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen rufen Gefühle von

  • Verunsicherung,
  • Entwertung und Ausgrenzung
  • Scham
  • aber auch von Wut und Empörung hervor

und zwar oft unabhängig davon ob es sich um scheinbar „harmlose” Bemerkungen oder um schwerwiegendere Fälle von Gewalt handelt. Sie sind Reaktionen darauf, dass Täter und Täterinnen in den meisten Fällen genau diese Verunsicherung oder Entwertung beabsichtigen und damit ihre Macht und Überlegenheit demonstrieren.

Bei körperlichen Übergriffen kommen Gefühle von Bedrohung und Angst dazu, die sich bei massiven Angriffen (zum Beispiel einer Vergewaltigung) zu einem Gefühl von Todesangst steigern können.

Auch wenn es gelingt, sich zur Wehr zu setzen, können sich betroffene Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* nach einer solchen Gewaltsituation in einem Schockzustand befinden, der je nach Grad der Bedrohung von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen, manchmal sogar Wochen anhalten kann.

Er kann sich in einem Gefühl des „neben sich Stehens” äußern, in starken emotionalen Reaktionen oder dem Ausbleiben davon, in Alpträumen, Angstzuständen und Depressionen.

Diese Reaktionen nehmen in der Regel mit Abstand zum Gewalterlebnis ab.

War die erlebte Gewaltsituation jedoch besonders bedrohlich oder aussichtslos, kann es sein, dass emotionale und körperliche Auswirkungen über einen langen Zeitraum bestehen und nur mit Hilfe einer akuten Trauma-Behandlung oder Therapie bewältigt werden können.

Adressen von Therapeut_innen erhalten Sie in den lesbisch-schwulen Beratungsstellen.
Informationen über Trauma-Ambulanzen gibt es unter Weitere Angebote in NRW.