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Kriminalität zu Lasten von schwulen und bisexuellen Männern

Beim Ausgehen, Online Daten oder Cruisen sind schwule und bisexuelle Männer in unterschiedlicher Weise von einer Kriminalität betroffen, die sich auf diese Zielgruppe fokussiert.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Diebstähle, die in einer schwulen Kneipe oder im Rahmen eines Sexdates verübt werden
  • Raubdelikte durch Anwendung von Gewalt oder durch Verabreichung von K.o.-Tropfen
  • Erpressung mit der Androhung eines Zwangsoutings oder der Angabe der sexuelle Kontakt sei mit einem Minderjährigen oder unfreiwillig erfolgt.

Diese Art der Delikte wird deshalb als Teil der schwulen Anti-Gewalt-Arbeit betrachtet, weil die Täter die Scham der Betroffenen bezüglich des Ortes, der Situation oder einer befürchteten Stigmatisierung als tatbegünstigenden Faktor nutzen.
In besonderer Weise trifft dies zu, wenn die Betroffenen keine explizit schwule Identität haben oder diese geheim halten wollen. Aber auch Männer, die ganz oder teilweise geoutet sind, verzichten zum Teil auf eine Anzeige, weil sie aufgrund der Situation, in denen der Vorfall stattfand, eine Stigmatisierung bei der Polizei befürchten.

Schwule Überfalltelefone und Beratungsstellen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen sind erste Anlaufstellen, um über das Erlebte zu sprechen und sich über mögliche Handlungsschritte zu informieren.