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Sexualisierte Gewalt

Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen können in vielfältiger Weise von sexualisierter Gewalt betroffen sein.

Dazu gehören zum Beispiel

  • sexuelle Missbrauchserfahrungen als Kind oder Jugendliche_r. Der oder die Täter_ in kann sowohl gleich- oder gegengeschlechtlich sein.
  • sexualisierte Gewalterfahrungen überwiegend von Lesben und  Trans*Menschen durch einen männlichen (gegengeschlechtlichen) Täter. Dies kann auch ein Ex-/ Partner aus einer heterosexuellen Partnerschaft sein.
  • sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung durch einen gleichgeschlechtlichen Täter oder eine gleichgeschlechtliche Täter_in. Die sexualisierte Gewalt kann dabei sowohl im Rahmen einer Partnerschaft als auch im  Rahmen von Online-Dates oder anderen sexuellen Kontakten stattfinden.
  • sexualisierte Gewalterfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen, die sich prostituieren.

Sexualisierte Gewalterfahrungen haben in der Regel körperliche und psychische Verletzungen bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen zur Folge.

Gewalterfahrungen in der Kindheit erschweren für die Betroffenen häufig die positive Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und damit auch der sexuellen Identität.

Das Thema „sexualisierte Gewalt in gleichgeschlechtlichen Kontakten oder Beziehungen“ ist stark tabuisiert. Schwule Männer erleben darüber hinaus, dass die Erfahrung als Mann Opfer von sexualisierter Gewalt geworden zu sein, häufig bagatellisiert wird, sowohl innerhalb der eigenen Community als auch bei der Polizei oder im Gesundheitswesen. Auch die Tatsache, dass eine Frau gegenüber einer anderen sexualisierte Gewalt ausübt wird häufig nicht in Betracht gezogen.

Schwule Überfalltelefone und Beratungsstellen für Lesben, Bisexuelle und Trans*Menschen helfen mit Informationen zu den wichtigsten Schritten nach einer sexualisierten Gewalterfahrung. Sie sind mit dem Thema vertraut und können weitere sensibilisierte Ansprechpartner_innen, z.B. Ärzt_innen und Therapeut_innen nennen.

Je nach Angebot stehen sie Betroffenen auch für Fragen zum Thema Anzeigenerstattung zur Verfügung oder unterstützen bei allen weiteren Schritten der Bewältigung des Erlebten.